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Ich arbeite überwiegend nach der sog. Sehgal-Methode. Der indische Homöopath Dr. M. L. Sehgal hat die Klassische Homöopathie nach Hahnemann weiter entwickelt und ihr wichtige neue Impulse gegeben. Er fand heraus, dass sich die „Totalität“ eines kranken Menschen im gegenwärtigen Zustand seines Geistes und Gemütes spiegelt. So verwendete Dr. Sehgal nur diese Symptome um zur Wahl des passenden Medikamentes zu kommen. Körpersymptome (z.B. wie sieht der Hautausschlag aus, wo ist er) werden nicht berücksichtigt, da sie zu wenig individuell sind. Interessanter ist, wie der betroffene Mensch damit umgeht, was ihn stört, in welcher Weise es ihn irritiert, was er unternimmt um Linderung zu finden usw. Neben den Aussagen des Patienten sind die Beobachtungen des Therapeuten von grosser Bedeutung: wie berichtet der Kranke von seinem Leiden, Gesten, Mimik, Erregung, Gleichgültigkeit – alles das sind wichtige Wahrnehmungen, die ein Teil der Sammlung von individuellen Äusserungen sind. Für den Therapeuten bedeutet dies eine grosse Konzentration im Gespräch. Zudem müssen die Rubriken des Repertoriums (homöopathisches Nachschlagewerk) sehr genau und in ihrer Vielschichtigkeit gekannt werden. So verwendet man z.B. die Rubrik „Verlangen nach Licht“, um ganz verschiedene Beobachtungen am Klienten zu beschreiben: einerseits kann er grosses Interesse haben an seiner Krankheit, also alles verstehen oder „beleuchten“ wollen. Zum anderen verwendet man diese Beschreibung für Menschen, die gern Leichtes haben (aus dem Englischen: light bedeutet sowohl“ Licht“ als auch“ leicht“). Dieser Wunsch nach Leichtigkeit kann sich in ihren Vorlieben für Essen äussern oder auch in der Wahl von Filmen oder Buchthemen. Ferner kann es auch ganz simpel bedeuten, dass dieser Mensch gern Helligkeit hat wie helle Räume, helle Farben u.ä. Es braucht einige Erfahrung und ständige Weiterbildung bis man diese Methode perfektioniert hat. Die Resultate sind jedoch so verblüffend, dass ich mich entschieden habe, weitgehend nach der Sehgal-Methode zu arbeiten. Seine Söhne Yogesh und Sanjay Sehgal führen heute seine Arbeit weiter. Ausser in ihrem Heimatland Indien geben Sie in verschiedenen Ländern ihr Wissen weiter, u.a. auch in Deutschland, wo ich regelmässig ihre Seminare besuche. Erwähnenswert ist noch, dass die Drs. Sehgal meist mit Medikamenten in den Potenzen C6 und C30 arbeiten, unabhängig davon, ob das Leiden des Klienten auf der körperlichen oder geistigen Ebene liegt und ob es akut oder chronisch ist. Dies widerspricht der Lehre zahlreicher erfahrener Homöopathen und meiner ursprünglichen Ausbildung. Aber auch ich konnte mit dieser Art der Verschreibung sehr gute Erfahrungen machen.
Anwendungsbereich Darauf sollten Sie achten
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